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Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Hockenheim

Eis!

Über Nacht ist der Kraichbach voller Eisschollen. Wundersam geformte Eiskunstwerke säumen die Ränder. Eisschollen treiben mit dem Wasser und sammeln sich an den Engpässen und Wirbeln. Warum ist das so?

In sehr kalten Nächten geben Wasserflächen besonders viel Energie in Form von Wärme ab. Ein fließendes Gewässer muss insgesamt erst einmal ziemlich auskühlen, damit es gefriert.

Anders ist das bei stehenden Gewässern, beispielsweise bei Seen, die von oben nach unten gefrieren. Das liegt an der so genannten Dichteanomalie des Wassers. Wasser ist am schwersten und die Dichte am höchsten bei etwa 4 Grad plus. Das Wasser mit der höchsten Dichte sinkt auf den Grund, wo dann eine nahezu konstante Plus-Temperatur herrscht. Das nennt man thermische Schichtung.

Anders in Fließgewässern. Hier wird das Wasser durch die Strömung kontinuierlich verwirbelt. So ist es möglich, dass sich auch am Grund Eis bildet. Dieses Grundeis löst sich dann, weil Eis ist ja leichter ist als Wasser, und es entstehen Eisschollen. Diese Eisschollen treiben zunächst über den Fluss, sammeln sich aber dort, wo es besonders eng wird. Hier bilden sich Eisbarrieren – je mehr es davon gibt, umso mehr schließt sich die Eisdecke. Vor der Kraichbachbrücke Karlsruher Straße könnte das passieren. Im Gewässer haben die Enten aber immer noch eine freie Schwimmrinne. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Quelle: 12.2.1929: Der Rhein friert zu festem Eis

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